
Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius in der Luft und mehr als 65 Grad Asphalttemperatur verwandelten das EuroMoto-Wochenende im tschechischen Most in eine echte
Hitzeschlacht. Mensch und Material wurden über das gesamte Rennwochenende bis an ihre Belastungsgrenzen gefordert.
Dennoch kehrt Freudenberg RORA PALIGO Racing mit einem Sieg, einem dritten Platz und zahlreichen wichtigen Entwicklungsdaten zufrieden nach Hause zurück.
Mit den vier Sportbike-Piloten Štěpán Zuda, Ruben Bijman, Mika Siebdrath und Luis Rammerstorfer präsentierte sich das sächsische Team bereits in den freien Trainings in hervorragender Form. Auf der Triumph Daytona 660 zeigte sich das Quartett von Beginn an konkurrenzfähig. Insbesondere Zuda und Bijman etablierten sich früh in der Spitzengruppe und unterstrichen die Ambitionen für das Wochenende.
Auch das Qualifying verlief nahezu perfekt: Štěpán Zuda sicherte sich vor heimischem Publikum die Pole Position. Dahinter komplettierten Ruben Bijman auf Platz vier, Mika Siebdrath auf Rang fünf sowie Luis Rammerstorfer auf Position sechs ein geschlossen starkes Mannschaftsergebnis.
Beim ersten Rennen am Samstag sorgten zwei Rennabbrüche innerhalb kürzester Zeit für einen vorzeitigen Abbruch. Für keinen Fahrer wurden Punkte
vergeben.
Dabei schrieb auch Mika eine besondere Geschichte. Nachdem sein Rennsamstag mit einem unverschuldeten Sturz in der ersten Schikane und dem Feuer am Motorrad von
Jay-Jay Den Hoed (SWPN) denkbar unglücklich verlaufen war, endete das Wochenende für den 17-Jährigen nun doch noch mit einem Highlight.
Am Sonntag warteten zur Mittagszeit noch extremere Bedingungen auf die Fahrer. Um die Belastung etwas zu reduzieren, wurde rund um die Strecke und in der Boxengasse permanent Wasser verteilt und versprüht. Dennoch verlangte das Rennen allen Beteiligten alles ab. Unbeeindruckt davon zeigte Štěpán Zuda eine extrem starke Vorstellung. Der Tscheche kämpfte in der Führungsgruppe über die gesamte Distanz und feierte auf seiner Heimstrecke vor heimischem Publikum einen emotionalen Sieg. Für den nächsten Höhepunkt sorgte Mika Siebdrath. Mit einer konstant starken Leistung fuhr der junge Deutsche auf Rang drei und machte damit das Doppelpodium für Freudenberg RORA-PALIGO Racing sowie sein erstes EuroMoto-Podium perfekt. Luis Rammerstorfer verlor nach einem Ausritt ins Kiesbett wertvolle Zeit, kämpfte weiter und erreichte das Ziel auf Platz 13.
Teamchef Carsten Freudenberg:
„Dieses Wochenende hat allen Beteiligten körperlich und mental alles abverlangt. Bei diesen Temperaturen war jeder einzelne Turn eine enorme Herausforderung –für unsere Fahrer genauso wie für unsere gesamte Mannschaft. Umso stolzer bin ich darauf, wie professionell unser Team gearbeitet hat. Der Sieg von Štěpán auf seiner Heimstrecke und das Doppelpodium mit Mika sind eine fantastische Belohnung für den Einsatz aller Beteiligten. Mein großer Dank gilt unserem gesamten Team, allen Mechanikern, Ingenieuren, Helfern sowie unseren Partnern und Sponsoren für ihr Vertrauen. Danke für euren enormen Einsatz! Ohne euch wäre all das nicht möglich. Ein besonderer Dank geht zudem an Triumph Germany für die hervorragende Unterstützung und das Vertrauen in unser gemeinsames Projekt mit der Triumph Daytona 660. Gemeinsam konnten wir an diesem Wochenende eindrucksvoll zeigen, welches Potenzial in diesem Paket steckt. Wir sind stolz auf diese starke Performance: Pole Position, Rennsieg und die Führung in der Meisterschaft!"
Mika Siebdrath
„Mein erstes Podium fühlt sich einfach mega an! Ich bin sprachlos und überglücklich. Nach dem Desaster von gestern jetzt auf dem
Podium zu stehen, ist einfach unglaublich. Meine Kondition hat am Ende nachgelassen, aber ich habe bis zum Schluss gekämpft, sagte der Wildenfelser. Meine Crew hat einen Top-Job gemacht. Danke an alle!“
